Spannende Projekte: Weißenfels-Musical, Orgel-Novelle,
Leipzig-Held Goerdeler und Radiopyramide Bratislava

Weißenfels. Leseprobe "Alban und die Königin" mit Autor und Regisseur Kay Zeisberg (Foto: Uwe Heinze)Derzeit laufen die Proben für die Musicalpremiere „Alban und die Königin“, die im Mai 2017 in Weißenfels über die Bühne gehen wird. Gemeinsam mit dem produzierenden „music art Weißenfels e.V.“ werden Bühnenbild und Kostüme entwickelt, und zusammen mit Komponist Reinhard Seehafer und Sounddesigner Marcus Horndt entstehen die Studioausspielungen der Musiknummern. Von Bach bis Rock ist alles in fantastische, sinfonisch-filmische Klänge eingebettet. Nun also sind wir nach über einem Jahr der Arbeit an Textbuch und Partitur des so historisierenden wie modernen Musicals mitten im spannenden Prozess der szenischen Realisierung für ein hoffentlich breites Publikum!

Logo des Musicals "Alban und die Königin" / Weißenfels (Entwurf: Stefan Laube)Gleichzeitig stelle ich mein nächstes Buch, die Novelle „Orgelfantasie“, fertig, die ja inhaltlich die Grundlage des Musicals bildet, sich aber zugleich noch ein Stück tiefer in die Geschichte der Stadt Weißenfels begibt: Der so fantasievolle wie aufbrausende Rechtsgelehrte und Dichter Amandus Gottfried Adolf Müllner will für sein Liebhabertheater ein Singspiel schreiben. Doch sein unerhörter Plan einer utopischen Zeitreise trifft auf wenig Gegenliebe bei seinen Zeitgenossen. Müllner, übrigens einer der ersten wichtigen Theaterkritiker der neueren Geschichte, wird beim Fabulieren buchstäblich zwischen Dichtung und Wahrheit hin- und hergerissen. Mit dieser Rahmenhandlung, die vor rund 200 Jahren spielt, konnte ich auch den Weißenfelser Verleger Jörg Riemer überzeugen, und ich freue mich, dass er in seinem Verlag ILLE & RIEMER das Buch im kommenden Frühjahr herausbringt.


Carl Friedrich Goerdeler (Quelle: Wikipedia)Für 2017 / 2018 habe ich mir ein ganz neues literarisches Thema vorgenommen und bereits die ersten Recherchen und Klärungen von rechtlichen Fragen durchgeführt: „Affäre Denkmal“. Es wird um Carl Friedrich Goerdeler (1884 – 1945) gehen, den früheren Leipziger Oberbürgermeister und einen der führenden zivilen Köpfe der Widerstandsbewegung, der nach dem Attentat vom 20. Juli 1944, an dessen Planung er maßgeblich beteiligt war, eigentlich das Amt des deutschen Reichskanzlers übernehmen sollte. Doch dazu kam es bekanntlich leider nicht… Inspiriert zu diesem Stoff Urheberrecht - Priorisierung - Hinterlegung ("Affäre Denkmal") hat mich übrigens ein Besuch der niedersächsischen Kurstadt Bad Harzburg, wo es ein Internierungslager für „die Kinder des 20.Juli“ gab – eine aufwühlende Geschichte, die nicht in Vergessenheit geraten darf.


Rundfunkpyramide Bratilava (QSL-Karte von RSI, 2015)Und, liebe Leser und Freunde, jetzt im Sommer 2016 übernehme ich einen ganz tollen Job in dem von mir so sehr geschätzten „kleinen großen Land“ Slowakei: Für den Sender RADIO SLOWAKEI INTERNATIONAL beim Staatlichen Rundfunk und Fernsehen der Slowakei (RTVS) darf ich in der deutschen Redaktion mitarbeiten und künftig Nachrichten, Tagesthemen und Magazinbeiträge über die Slowakei erarbeiten und durch den Äther und das WWW schicken. Ich freue mich auf die Rundfunkpyramide Bratislava.

Rundfunkarbeit: Studioequipment, Manuskripte, Themen, Ideen...Die ersten Interviews und O-Töne sind vorbereitet – zum Start natürlich aus meiner lieben bisherigen Wahlheimatstadt Leipzig, wo es zahlreiche kulturelle, politische und universitäre Aktivitäten mit Slowakei-Bezug gibt, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit der aktuellen EU-Ratspräsidentschaft. Man sieht, liest und hört sich also!
Mit einem herzlichen AHOJ – Ihr / Euer Kay Zeisberg


Aktuelle QSL-Karte von Radio Slowakei International (2016 / Quelle: dersi.rtvs.sk/qsl)
Und schreibt doch mal einen Hörerbrief oder einen sog. Empfangbericht an RSI – diese QSL-Karte bekommt Ihr garantiert als Antwort zugeschickt, und zwar ganz klassisch per Post 🙂

Ein Geschenk an Weißenfels –
aber nichts geht ohne Förderung

Die Mitteldeutsche Zeitung veröffentlichte Ende März ein Interview mit dem Komponisten Reinhard Seehafer über das Musical „Alban und die Königin“:
„Es soll unterhalten und gleichzeitig das Interesse an den Größen wie Bach, Händel und Schütz wecken, damit sie uns und den nächsten Generationen nicht entgleiten“, beschreibt der 56-Jährige seine und Kay Zeisbergs Intention, sich mit der Weißenfelser Stadt- und Personengeschichte auseinanderzusetzen. Er hofft damit, dass sich junge Leute für diese Persönlichkeiten interessieren werden. Auf Personen wie Caroline Neuber oder Friedrich von Hardenberg alias Novalis kann Weißenfels, laut Seehafer, sehr stolz sein. „Ihre Bedeutung ist weltweit sehr groß und das soll bewusst gemacht werden“, erklärt Seehafer, der unter anderem bei Kurt Masur und Leonard Bernstein studiert hat… [zum ganzen Artikel] 

Musical in Weißenfels „Ich bin nur der Komponist“ (MZ / Busch, 22.03.2016)

Inzwischen allerdings erschien in der MZ am 30.04.2016 der folgende Artikel, in dem es um die bislang ausbleibenden Fördermittel und die Suche nach Sponsoren geht: 
„Dass die überregionale Strahlkraft des Projektes nicht erkannt wurde, ärgert Vereinsvorsitzende Barbara Döring und Autor Kay Zeisberg. Mit Bach, Schütz und Novalis habe das Musical nicht wenige Charaktere, die von erheblichem Landesinteresse seien und vom kulturellen Reichtum der Region zeugen. „Für die Weißenfelser ist das ein wirklich tolles Musikwerk, von dem wir alle profitieren werden – auch touristisch“, ist sich Döring sicher. Bereits zum letzten Projekt „Elisabeth – Legende einer Heiligen“ sind mehr als 6.000 Besucher in das Kulturhaus nach Weißenfels geströmt. In vollen Reisebussen sind Musicalfans aus ganz Deutschland in die Saalestadt gereist…“ [zum ganzen Artikel] 

„Alban und die Königin“ Weißenfelser Musical erhält keine Förderung vom Land

Neue REVUE Piešťany berichtet über Luna – Roman

zum Download REVUE Piešťany

Die neue REVUE Piešťany, das dreisprachige Kulturmagazin der slowakischen Kurstadt Piešťany, ist vor einigen Tagen erschienen und bringt zahlreiche interessante, lesenswerte und wundervoll bebilderte Beiträge aus Geschichte und Gegenwart. So kann man auf Slowakisch, Englisch und Deutsch zum Beispiel etwas über den berühmten Jugendstil-Maler Alfons Mucha, eine 100jährige Ballerina oder das sommerliche Cinematik-Festival lesen.

REVUE Piešťany

Ich freue mich natürlich besonders über den Artikel zu meinem neuen Roman „Herr Luna“ (in der slowakischen Übersetzung „Pán Luna“) und die Buchtaufe im alten Amphitheater – einer der Wirkungsstätten meines Romanhelden Imre Winter (ab S. 27 – Download hier). Die Familie Winter hat vom Ende des 19. bis zur Mitte des 20.Jahrhunderts immense Leistungen für das berühmte Thermalbad erbracht.